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Graue Energie

Die nicht erneuerbare Primärenergie (graue Energie) quantifiziert den kumulierten Aufwand an fossilen und nuklearen Energieträgern sowie Holz aus Kahlschlag von Primärwäldern.

Die graue Energie ist ein im Baubereich etablierter Kennwert. Die Instrumente des Vereins eco-bau (eco-devis, Eco-BKP-Merkblätter) stützen sich für eine gesamtheitliche Beurteilung auf diese Teilbewertung ab (neben zusätzlichen ökologischen Merkmalen). Auch die Nachweise für die Bau-Standards Minergie-Eco und Minergie-A erfolgen anhand der grauen Energie. Ein erheblicher Teil unserer Umweltbelastung hängt mit der Nutzung nicht erneuerbarer Energieträger bei der Beschaffung respektive bei der Herstellung von Gütern und Materialien zusammen. Im besonderen Masse gilt dies für fossile Energieträger, also für Erdöl, Erdgas und Kohle. Diese Belastung lässt sich mit der grauen Energie relativ genau abbilden. Zudem sind verlässliche Daten verfügbar.

Umweltbelastungspunkte 2006 (UBP) ermöglichen eine Gesamtbewertung nach der Methode der ökologischen Knappheit.

Die Treibhausgasemissionen quantifizieren die kumulierten Wirkungen verschiedener Treibhausgase bezogen auf die Leitsubstanz Kohlendioxid (CO2). Die Werte der Treibhausgasemissionen sind ein Kennwert für die Klimarelevanz und sind nicht gleichzusetzen mit den an einen Standort gebundenen CO2-Ausstoss, welcher Gegenstand von Zielvereinbarungen mit dem Bund im Rahmen des CO2- Gesetzes ist.

In den letzten Jahren ist der Aufwand für die Erstellung eines Gebäudes oder einer Anlage in den Fokus von Bauherrschaften und Planern geraten. Das erwachte Interesse ist nicht zuletzt auf das wissenschaftliche Instrumentarium zurückzuführen, das heute allen Interessenten zugänglich ist. Im Zentrum stehen die Ökobilanzdaten im Baubereich, die mit Geldern der öffentlichen Hand, vorab des Bundes, von Kantonen und Städten durch die Empa und durch ecoinvent erarbeitet wurden.

Die Bedeutung des Erstellungsaufwandes in einer ökologischen Gesamtbilanz ist aber auch auf dessen grossen Anteil bei der grauen Energie und bei den Treibhausgasemissionen zurückzuführen. Mehr als die Hälfte der gesamten Treibhausgasemissionen entfällt bei einem 2000-Watt-kompatiblen Neubau auf die Erstellung, nur 31% auf die durch das Gebäude induzierte Mobilität und lediglich 16% auf den Betrieb.